Waldweihnacht 17.12.2011 Das erste Mal, als diesen Winter Schnee viel, wurde die alljährliche Waldweihnacht begangen. Gemütlichen Schrittes (Puls 180!) schlenderten wir gen Westen, dem tiefen dunklen Tann entgegen. Die Sterne funkelten zwischen den Schneewolken durch und das Mondlicht verzauberte die durch den Freitagssturm abgebrochenen und am Boden liegenden Äste zu unheimlichen Kreaturen. Die rund 30-köpfige Turnerschar sichtete alsdann ein Feuer, das zum Verweilen einlud. Bei gutem Essen und Trinken lauschte sie dem Geknister des Feuers. Nach dem äusserst genüsslichen Speis und Trank widmete man sich dem melodiösen Sprachteil. Froh erklangen die obligaten Weihnachtslieder, dass selbst die Waldtiere vor entzücken verstummten. Der Weihnachtsbaum leuchtete hell bei Christo’s Geschichte von Bethlehem. Beim ohrenbetäubenden Geräusch des Helikopters (jöhhhhh…gerade er müsste ja wissen wie sich so ein Ding in Wirklichkeit anhören sollte) sprechen sogar Ochs und Esel im Stall. Überglücklich, dass auch heuer wieder das Christkind zu uns auf die Erde hernieder kam, lauschten wir den Worten der Weisen aus dem Morgenland. Als die Geschichte ein Ende fand, gewann die Kälte doch noch die Oberhand und Aufbruchstimmung machte sich breit. Für uns war kein Graben zu tief, zu breit und so schritten wir mit flüchtigem Fuss gen Bären. Mit dem Kind waren Esel und Rind, nein Ochs, immer noch im Stall und genossen die Wärme im Stroh und waren ganz froh. Aber wer interessierte sich schon für Tiere, unser Fokus lag von nun an bei Jenny der Kamelbuckelhirtin. Sie und Martin widmeten ihre Zeit schon länger dem Firmament und erkoren den schönsten Stern. Während dem dies geschah, ergoss der wütige M-Wütherich ein Bier über den Tisch, was sich reimte. Wir hätten noch lange über irgendwelche komischen Dinge, die an diesem lustigen Abend geschehen waren, diskutieren können. Hätte aber niemandem etwas gebracht. Deshaub mahnti itz langsam aber sicher zum Schlusswort z’cho: Nasse Bäume brennen nicht! Und den Schnee nicht von den Bäumen wischen, das sieht schön aus! Randbemerkung: der Reinschreiber hat versucht, die mit klammen Fingern gekritzelten Hieroglyphen zu entziffern und verschiedene Satzverkrümmungen mit den beängstigenden Gedankensprüngen dieser Gruppenarbeit in Einklang zu bringen. Viel einfacher wäre es geworden, hätte sich, wie eigentlich ausgemacht, eine Frau freiwillig auf die Toilette begeben. Simu und Michu – herzlichen Dank für die tolle Organisation. In diesen Dank wollen wir auch den umtriebigen Theaterregisseur Chrigu, unseren Schafhirte aus Nordland, einbeziehen. Das Dichterteam – sicher 20 an der Zahl! |
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